Am 13.05.2008 fanden an der deutschen Fakultät akademische Vorträge anlässlich des 101-jährigen Jubiläums der Tongji-Universität statt. Alle Vorträge hinterließen einen unvergesslichen Eindruck bei allen Teilnehmern.
Die Themen der Vorträge lauteten wie folgend:
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Referent |
Thema |
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1Jianguang Wu |
Über den Forschungsgeist – am Beispiel von zwei Symposien im Ausland |
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2 Jianfei Song |
Übersetzung und Dolmetschen sind keine einfache Sache |
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3 Jin Zhao |
Die Untersuchung der Bilder als nonverbales Zeichen |
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4 Keqin Huang |
Vertreter des „Fräuleinwunder“ in der deutschen Neuliteratur - Julia Franck |
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5 Wei Han |
Frau Bundeskanzler oder Frau Bundeskanzlerin? |
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6 Weixiang Ding |
Einige didaktische Überlegungen zum deutschen Konversationsunterricht. |
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7 Chongling Huang |
Vergleichende Untersuchung der chinesischen-deutschen Nachrichtensprache im Internet – am Beispiel der Nachrichtensprache von „MSN“ |
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8 Yinping Wang |
Korrektur im Unterricht |
Der erste Referent war Herr Dr. Jianguang Wu. Er hat vor kurzem an zwei akademischen Konferenzen im Ausland teilgenommen. Von dem Symposium in Japan hat er besonders viel erfahren. Zwar ist die mündliche Sprache einiger japanischer Forscher nicht sehr fließend, aber alle japanische Experten nehmen die Germanistik sehr ernst. Fast jeder japanische Germanistiker konzentriert sich auf ein bestimmtes Forschungsgebiet, d.h. jeder hat seine eigenen Vorteile und Überlegenheiten. Während des Symposiums gab es kaum eine Verspätung. Alle diskutierten konzentriert über ihre Themen. „Davon sollen wir Chinesen viel lernen“, meine Herr Dr. Wu.
Herr Prof. Jianfei Song zog mit dem Thema „Übersetzung und Dolmetschen sind keine einfache Sache“ die Blicke aller Teilnehmer auf sich. Nach seiner Meinung sollte der Übersetzer oder Dolmetscher sein Fach oder seine Arbeit ernsthaft nehmen. Er erzählte uns viele Anekdoten einiger berühmten diplomatischen Dolmetscher. Außerdem nannte er uns manche Beispiele bei der Übersetzung, wie z.B. „Landverschickung“, „Schlosskind und Schosskind“, „Touristen und Terroristen“. Herr Song vertrat die Meinung, dass nur mit Fleiß und Sorgfältigkeit ein Übersetzer oder Dolmetscher seine Aufgaben erfüllen kann.
Frau Prof. Dr. Jin Zhao informierte uns in ihrem Vortrag „Die Untersuchung der Bilder als nonverbales Zeichen“ darüber, was man unter der Bedeutung der Bilder als nonverbales Zeichen in der Kommunikation versteht und was Bilder sind. Sie teilte uns auch die Untersuchungsmethode sowie die Besonderheiten der bildlichen Zeichen in der Kommunikation mit. Frau Zhao zeigte uns viele anschauliche künstlerische Bilder als Beispiel, was das Interesse aller Sitzenden weckte.
Die vierte Referentin war Frau Prof. Keqin Huang. Ihr Thema „Vertreter des „Fräuleinwunder“ in der deutschen Neuliteratur - Julia Franck“ hat die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer, insbesonder aller Frauen hervorgeruft. Sie diskutierte vor allem mit uns über die chinesische Übesetzung des Wortes „Fräuleinwunder“ und drückte ihre eigene Meinung aus. Anschließend stellte sie uns ausführlich zwei Vertreterinnen des „Fräuleinwunder“ in der deutschen Neuliteratur – Judith Hermann und Julia Franck vor, die uns noch fremd waren. Von Frau Huang haben wir erfahren, dass die Merkmale solcher Werke die Frauenfigur unter der Perspektive der Frauen und die Vielfältigkeiten des Themas sind.
Frau Wei Han hielt einen Vortrag über „Frau Bundeskanzler oder Frau Bundeskanzlerin“. Sie machte uns darauf aufmerksam, dass die Deutsche Sprache eine Männersprache ist und es in der deutschen Sprache viele ähnliche Sprachphänomenen gibt, z.B. „Lehrer(in), Leser(in), Student(in)“ usw. Sie glaubte, dass man viel tun muss, damit die Gleichberechtigung der Frauen und Männer auch in der Sprache dargestellt werden kann.
Herr Weixiang Ding teilte mit uns „Einige didaktische Überlegungen zum deutschen Konversationsunterricht“. Als Beispiel nannte er einige Anforderungen im Rahmenplan der deutschen Studenten (Bachelor). Laut Rahmenplan heißen z.B. Fertigkeitsbezogene Lernziele, dass die Studenten mit den Deutschen über Alltagsleben sprechen und Vorträge von etwa 4 bis 5 Minuten halten können. Was die Sprechfertigkeit betrifft, sollen die Studenten mit kurzer Vorbereitung von 1-2 Minuten dann 2 bis 3 Minuten zu einem Thema sinnvoll gegliedert und relativ fehlerfrei sprechen können. Im Konversationsunterricht, den Herr Ding gibt, bemüht er sich, die Studenten nach den Anforderungen im Rahmenplan zu trainieren und hat großen Erfolg erzielt.
Frau Prof. Dr. Chongling Huang wählte die neu entstehende Netssprache als ihr Thema. Sie erzählte uns den Grund für die Wahl der Netssprache und „MSN“. Als neue Medium hat sich die Netssprache in den letzten Jahren schnell entwickelt. Es ist sinnvoll, diese „Neusprache“ zu analysieren. Frau Huang verglich im Bereich der Wortzahl, Form und Funktionen zwei Sprachen. Sie öffnete uns eine ganz neue Perspektive in der vergleichender Linguistik.
Die letzte Referentin war Frau Prof. Dr. Yinping Wang. Ihr Thema „Unterrichtskorrektur“ bezieht sich darauf, wie die Lehrenden und Studierenden mit dem Fehler im Unterricht umgehen. Mit vielen Umfragen diskutierte sie mit uns über die „Lehrerinitiierte Selbst- und Lehrerkorrektur“ sowie „Selbstinitiierte Selbst- und Lehrerkorrektur“, was wir sehr sinnvoll fanden.





